Die Wilde Frau

Wir hatten gestern einen wunderschönen Göttinenkreis mit tiefen Einsichten zur wilden Frau. In einer kollektiven Aufstellung durften wir die vielen Aspekte und das Herz der wilden Frau entdecken. Die Erkenntnisse aus dieser Aufstellung möchte ich gerne mit euch teilen.

Die wilde Frau ist wunderschön. Sie hat zwei Seiten. Diese zwei Seiten bedingen sich gegenseitig. Es ist das Licht und der Schatten. Das Helle und das Dunkle. Zwei Seiten einer Medaille. Das eine ist nicht besser als das Andere. Es kann nur zusammen existieren. Es herrscht bedingungsloses Vertrauen zwischen den beiden Aspekten, absolute Annahme und totale Verbundenheit. Man könnte auch sagen, dass die eine Seite die liebevolle verbundene Präsenz ist, die Raum gibt damit alles andere SEIN kann, reines mitfühlendes Gewahrsein. Und alles andere kann SEIN, weil es diesen Raum gibt, der voller Akzeptanz und Annahme ist. Alles darf da sein in diesem Raum.


Der Schattenaspekt hatte verschiedene Qualitäten. Sie war einmal die Wilde, die ihre Wolfskrallen ausgefahren hat, sie hat die Energie der Wut gespürt, des Kampfes, bereit sich und andere zu verteidigen! Eine Amazone, die voll und Ganz in ihrer Kraft ist! Sie konnte in ihrer (konstruktiven) Kraft sein, weil die andere Seite da war, das Helle. Sie standen Rücken an Rücken und haben haben alles gesehen. Licht und Schatten waren zusammen ein Ganzes im grenzenlosen Vertrauen und absoluter Präsenz.


Eine andere Qualität der Schattenseite war das Erkennen und Ausdrücken der eigenen Bedürfnisse. In der Aufstellung war das Bedürfnis sich viel Raum nehmen wollen und bei sich ankommen zu wollen ganz präsent, für sich zu sein. Auch das durfte sein! Es gab absolute Akzeptanz von der hellen Seite. Sie hat sich dem zugewendet und liebevoll den Raum gehalten. Als der Schattenaspekt sich unwohl gefühlt hat, wollte er gehen. Auch dort war keine Verurteilung von dem Lichtaspekt. Kein "Du musst da jetzt aber durch" oder "Du solltest das heilen oder verändern". Es war absolut in Ordnung dorthin zu gehen wo es einem gut geht, dem eigenen Impuls zu folgen.


Ein dritter Aspekt hat sich in diesen zwei Teilen gezeigt: Das wilde innere Kind und die mütterliche Qualität. Das wilde innere Kind war so neugierig, es wollte in die Welt hinaus, das Leben entdecken, in der Natur sein, Käfer beobachten, auf Bäume klettern, sich ganz vertiefen in die Wunder des Lebens. Die helle Seite war komplett in der mütterlichen Energie. Sie hat wieder liebevollen Raum gegeben. Das Kind wusste, dass egal was es macht, es ist alles gut. Es ist in Sicherheit, es wird geliebt! Es hat den Raum die Wildheit und die Neugierde auszuleben.


Ein vierter Aspekt war der direkte Kontakt zwischen den beiden Aspekten. Es gab keine Worte, es gab nur SEIN. Alle Unsicherheiten durften SEIN! Es war ein Erkennen des anderen, des selbst, ohne etwas zu wollen oder zu verändern: Leerer Kopf, reine Präsenz.


Ich fühle mich sehr beschenkt von diesem Abend und nehme viel für mich mit. das Gefühl der mütterlichen, liebevollen raumgebenden Akzeptanz ist noch immer präsent. Wenn wir die Qualität der Selbstakzeptanz und des Selbstmitgefühls entwickeln, wird unsere innere Kraft befreit. Denn dann Verurteilen wir uns nicht mehr. Alles darf Sein. Alle Gefühle! Alles was wir vielleicht weggesperrt haben, weil es unangenehm war, weil wir dachten, es darf nicht sein. Wut, Trauer, Kampf, Unsicherheit, Verzweiflung, unsere Bedürfnisse, das Ungeliebte; All das ist unsere Lebenskraft, unsere Kreativität und unsere Lebendigkeit! Unsere Wildheit und Sinnlichkeit!


Wir befreien die wilde Frau in uns indem wir uns gewahr sind und uns so Akzeptanz und Liebe entgegenbringen.


Willkommen bei dir!

<3 Laura

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Rechtschreibung war noch nie meine Stärke. Das soll mich aber nicht vom schreiben abhalten! Ich lade euch ein meine Abweichungen von den allgemein anerkannten Rechtschreibregeln als Ausdruck meiner kreativen Textgestaltung zu sehen :)


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